Bei Mehrschichtverbundrohr steht zuerst der Außendurchmesser, dann die Wandstärke: 16 × 2 hat innen 12 mm, 32 × 3 innen 26 mm. Nach dem Innendurchmesser richtet sich die Mindestdämmung, die das Gebäudemodernisierungsgesetz für Heizungs- und Warmwasserleitungen verlangt: bis 22 mm innen 20 mm Dämmschicht, bis 35 mm innen 30 mm, jeweils bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m·K). Eine 6 mm dicke Vorisolierung reicht danach nur in Sonderfällen. Trinkwasseranlagen errichten und wesentlich verändern darf nur ein eingetragenes Installationsunternehmen.
Was bedeuten 16 × 2, 20 × 2 und 26 × 3?
Die erste Zahl ist der Außendurchmesser, die zweite die Wandstärke, beides in Millimetern. Den Innendurchmesser erhalten Sie, wenn Sie die Wandstärke zweimal vom Außendurchmesser abziehen: 16 − 2 − 2 = 12 mm. Er bestimmt, wie viel Wasser im Rohr steht, und nach ihm richtet sich die vorgeschriebene Dämmdicke. Die Fittings wählen Sie dagegen immer nach Außendurchmesser und Wandstärke zusammen.
| Rohr | Innen und Inhalt je Meter | Lieferform bei uns |
|---|---|---|
| 16 × 2 | 12 mm, 0,11 l | Rolle 100 m, vorisoliert 50 m |
| 20 × 2 | 16 mm, 0,20 l | Rolle 100 m, vorisoliert 50 m |
| 26 × 3 | 20 mm, 0,31 l | Rolle 100 m, vorisoliert 50 m, Stange 4 m |
| 32 × 3 | 26 mm, 0,53 l | Rolle 100 m, vorisoliert 50 m, Stange 4 m |
| 40 × 3,5 | 33 mm, 0,86 l | Stange 4 m |
Innendurchmesser und Inhalt sind aus den Nennmaßen gerechnet. Wie groß eine Leitung sein muss, hängt davon ab, wie viele Heizkörper oder Zapfstellen daran hängen; das rechnet der Fachbetrieb für Ihre Anlage aus.
Wie dick muss die Dämmung sein?
Werden Heizungs- oder Warmwasserleitungen neu eingebaut oder ersetzt, muss der Bauherr oder Eigentümer ihre Wärmeabgabe nach Anlage 8 des Gebäudemodernisierungsgesetzes begrenzen. Die Mindestdicke der Dämmschicht hängt vom Innendurchmesser und von der Lage der Leitung ab. Für unsere Rohre ergibt sich:
| Lage der Leitung | 16 × 2 bis 26 × 3 | 32 × 3 und 40 × 3,5 |
|---|---|---|
| Regelfall, etwa im unbeheizten Keller | 20 mm | 30 mm |
| Durchbruch durch Wand oder Decke, Kreuzung, Verbindung, zentraler Verteiler | 10 mm | 15 mm |
| Leitung der Heizung in Bauteilen zwischen beheizten Räumen verschiedener Nutzer, verlegt nach dem 31.01.2002 | 10 mm | 15 mm |
| wie vorher, aber im Aufbau des Fußbodens | 6 mm | 6 mm |
| an Außenluft grenzend, bei Neueinbau oder Ersatz | 40 mm | 60 mm |
Keine Mindestdicke verlangt Anlage 8 bei neu eingebauten Heizungsleitungen in beheizten Räumen oder in Bauteilen zwischen beheizten Räumen desselben Nutzers, wenn sich ihre Wärmeabgabe über frei liegende Absperreinrichtungen beeinflussen lässt. Ausgenommen sind auch Warmwasser-Stichleitungen in beheizten Räumen mit höchstens 3 Litern Inhalt, die weder an der Zirkulation hängen noch eine elektrische Begleitheizung haben. Rechnerisch fasst ein 16 × 2 erst auf rund 26,5 m Länge 3 Liter, ein 20 × 2 auf rund 15 m.
Die Werte gelten für eine Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs von 0,035 W/(m·K). Bei anderen Dämmstoffen werden die Dicken umgerechnet, und eine gleichwertige Begrenzung der Wärmeabgabe ist ebenfalls zulässig. Welche Dämmung Ihre Leitung braucht, legt der Fachbetrieb fest.
Reicht die 6-mm-Vorisolierung?
Unser vorisoliertes Rohr hat eine 6 mm starke Dämmung in Rot oder Blau; die Farbe hilft, parallel verlegte Leitungen zu unterscheiden. Als Mindestdicke nennt Anlage 8 die 6 mm, bezogen auf 0,035 W/(m·K), nur für Heizungsleitungen im Fußbodenaufbau zwischen beheizten Räumen verschiedener Nutzer; wo Anlage 8 gar keine Mindestdicke verlangt (siehe oben), ist die Vorisolierung ohnehin zulässig. Im unbeheizten Keller verlangt das Gesetz für dieselben Rohre 20 oder 30 mm, dort braucht die Leitung also eine dickere Dämmung. Ob die Vorisolierung im Einzelfall reicht, beurteilt der Fachbetrieb anhand der Herstellerangaben zum Dämmstoff.
Was gilt für Heizung und Trinkwasser?
Unsere Rohre sind fünfschichtig aufgebaut: innen und außen vernetztes Polyethylen (PE-X), dazwischen eine stumpfgeschweißte Aluminiumschicht. Das Aluminium sperrt Sauerstoff aus. Laut Herstellertabelle sind die Rohre für Trinkwasser, Warmwasser, Heizkörper und Fußbodenheizung bei −20 bis +95 °C Betriebstemperatur und höchstens 10 bar ausgelegt; die −20 °C gelten nur mit Frostschutzmittel, Glykol zu höchstens 30 %. Das betrifft Heiz- und Kühlkreise, nicht die Trinkwasserleitung.
Wärme dehnt das Rohr nur wenig aus: Für das vorisolierte Rohr nennt der Hersteller 0,026 mm je Meter und Kelvin. Eine 10 m lange Leitung, die sich um 50 K erwärmt, wird damit rechnerisch 13 mm länger. Lange gerade Strecken brauchen deshalb etwas Spielraum.
Für Trinkwasser sind die Werkstoffe unserer Rohre laut Hersteller zertifiziert. Rohr und Fittings bilden dabei ein System, die Fittings müssen zu Außendurchmesser und Wandstärke passen. Die Errichtung einer Trinkwasseranlage hinter dem Hausanschluss und wesentliche Veränderungen dürfen nur das Wasserversorgungsunternehmen oder ein Installationsunternehmen übernehmen, das in ein Installateurverzeichnis eines Wasserversorgers eingetragen ist (§ 12 AVBWasserV, abgerufen am 27.09.2026).
Rechtsstand und Förderung (Stand 27.09.2026)
Dämmpflicht: Werden Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen erstmals eingebaut oder ersetzt, ist ihre Wärmeabgabe nach Anlage 8 zu begrenzen. Bisher ungedämmte, zugängliche Leitungen, die nicht in beheizten Räumen liegen, muss der Eigentümer nachträglich dämmen. Bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer am 1. Februar 2002 eine selbst bewohnt hat, gilt diese Nachrüstpflicht erst für den neuen Eigentümer nach dem ersten Eigentümerwechsel seit dem 1. Februar 2002; die Frist beträgt zwei Jahre ab diesem ersten Eigentumsübergang.
Förderung: Das BAFA nennt im Bereich „Heizungsoptimierung“ die Dämmung von Rohrleitungen als förderfähige Maßnahme. Gefördert wird in Bestandsgebäuden mit höchstens fünf Wohneinheiten, deren Wärmeerzeuger älter als zwei Jahre und bei fossilen Brennstoffen nicht älter als zwanzig Jahre ist; die Förderung setzt ein hydraulisch abgeglichenes Heizungssystem voraus. Förderbedingungen ändern sich; prüfen Sie den aktuellen Stand, bevor Sie planen.
Häufige Fragen
Wie groß ist der Innendurchmesser von Mehrschichtverbundrohr 16 × 2?
12 mm. Bei 20 × 2 sind es 16 mm, bei 26 × 3 20 mm, bei 32 × 3 26 mm und bei 40 × 3,5 33 mm. Gerechnet wird Außendurchmesser minus zweimal Wandstärke.
Muss ich alte, ungedämmte Heizungsrohre im Keller dämmen?
Liegen sie zugänglich in einem unbeheizten Raum, verlangt § 69 des Gebäudemodernisierungsgesetzes vom Eigentümer, ihre Wärmeabgabe nach Anlage 8 zu begrenzen. Für ein Rohr 16 × 2 bedeutet das im Regelfall 20 mm Dämmschicht bei 0,035 W/(m·K). Hat der Eigentümer eines Hauses mit höchstens zwei Wohnungen am 1. Februar 2002 eine davon selbst bewohnt, muss erst der neue Eigentümer nach dem ersten Eigentümerwechsel seit diesem Tag nachrüsten, innerhalb von zwei Jahren ab diesem ersten Eigentumsübergang.
Muss die Warmwasserleitung zum Waschbecken gedämmt werden?
Bei neu eingebauten Leitungen nicht, wenn sie als Stichleitung in beheizten Räumen höchstens 3 Liter fasst, nicht an der Zirkulation hängt und keine elektrische Begleitheizung hat. Mit 16 × 2 sind das rechnerisch rund 26,5 m Leitung.
Reichen 6 mm Dämmung unter dem Estrich?
Für Heizungsleitungen im Fußbodenaufbau zwischen beheizten Räumen verschiedener Nutzer verlangt Anlage 8 6 mm, bezogen auf 0,035 W/(m·K). Liegen neue Heizungsleitungen in beheizten Räumen desselben Nutzers und lässt sich ihre Wärmeabgabe über frei liegende Absperreinrichtungen beeinflussen, schreibt Anlage 8 keine Mindestdicke vor. Für Warmwasserleitungen gilt die 6-mm-Regel nicht: Sie brauchen auch im Fußbodenaufbau 20 oder 30 mm, ausgenommen Stichleitungen bis 3 Liter in beheizten Räumen; eine gleichwertige Begrenzung der Wärmeabgabe ist zulässig. Die Einordnung Ihrer Leitung übernimmt der Fachbetrieb.
Welche Fittings passen zu unserem Rohr?
Maße und System müssen passen: Außendurchmesser und Wandstärke sind die erste Prüfung, anschließend zählt die Freigabe der konkreten Rohr-Fitting-Kombination. Für eine Pressverbindung gehören freigegebenes Werkzeug und Kontur dazu. Schicken Sie Rohrbeschriftung, Fittingbezeichnung und Einsatzbereich mit Ihrer Anfrage; eine gleiche Dimension allein ist keine Kompatibilitätsbestätigung. Die Verbindungsauswahl erklärt Pressfitting oder Klemmring. Die vorhandenen Formen finden Sie unter Pressfittinge.
Passende Produkte und Abholung in Hagen
Unsere Rohre finden Sie in der Kategorie Alu-Mehrschichtverbundrohre: das weiße Verbundrohr auf der Rolle, die Stange mit 4 m und das vorisolierte Rohr in Rot und Blau. Das ganze Sortiment steht unter Rohr & Fittings.
Das Rohr ist bei uns Bestellartikel. Abgeholt wird am Lager – Im Mühlenwert 22, 58135 Hagen (Hintereingang), Mo–Fr 8:30–17:30 und Sa 10–14 Uhr, nach Terminabsprache; den Abholtermin erfahren Sie mit unserer Antwort. Beratung bekommen Sie im Laden – Eilper Straße 29, 58091 Hagen. Versand ist nach Absprache möglich; Einzelheiten unter Abholung und Anfrage.


